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Geranien überwintern: Anleitung und Tipps

Geranien gehören zu den beliebtesten Balkonblumen und blühen bei guter Pflege vom Frühjahr bis weit in den Herbst. Doch sobald die ersten frostigen Nächte bevorstehen, brauchen die Pflanzen einen geschützten Platz. Geranien sind zwar nicht winterhart, aber mehrjährig und lassen sich problemlos überwintern. Dafür benötigst du weder ein beheiztes Gewächshaus noch besonders viel Erfahrung. Entscheidend sind ein geeigneter Standort, der richtige Rückschnitt und eine sparsame Wasserversorgung. Hier erfährst du, wie du deine Geranien im Topf, im Blumenkasten oder auch platzsparend ohne Erde durch den Winter bringst.

Geranien im Porträt: Sind sie winterhart und mehrjährig?

Was wir umgangssprachlich als Geranien bezeichnen, sind botanisch gesehen meist Pelargonien (Pelargonium). Sie gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und stammen überwiegend von Arten aus Südafrika ab. Dort wachsen sie unter deutlich milderen klimatischen Bedingungen als in Mitteleuropa.

Die bei uns als Balkonpflanzen verbreiteten Pelargonien sind mehrjährig, aber frostempfindlich. Während sie in ihrer Heimat über mehrere Jahre wachsen können, werden sie hierzulande häufig nur einjährig kultiviert. Das ist allerdings nicht notwendig: Mit der richtigen Überwinterung treiben sie im Frühjahr erneut aus und entwickeln wieder zahlreiche Blüten.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Pelargonien und den ebenfalls als Geranien bezeichneten Storchschnabel-Arten (Geranium). Viele Garten-Storchschnäbel sind winterharte Stauden, die problemlos im Beet überwintern. Die typischen stehenden und hängenden Balkon-Ger­anien gehören dagegen zur Gattung Pelargonium und benötigen einen frostfreien Platz.

Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick

Eigenschaft Geranien (Pelargonium)
Lebensdauer Mehrjährig
Winterhärte Nicht winterhart, frostempfindlich
Ideale Wintertemperatur Etwa 5 bis 10 °C
Lichtbedarf Hell bevorzugt, nach starkem Rückschnitt auch dunkel möglich
Wasserbedarf im Winter Sehr gering
Düngung im Winter Keine
Geeignete Winterquartiere Kühler Keller, Treppenhaus, frostfreie Garage, Wintergarten
Rückschnitt Vor der Überwinterung empfehlenswert
Wieder ins Freie Meist ab Mitte Mai nach den Eisheiligen

Wann muss man Geranien zum Überwintern reinholen?

Geranien sollten ins Winterquartier umziehen, bevor die ersten stärkeren Nachtfröste auftreten. Schon Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können Blätter und Triebe schädigen. Besonders empfindlich sind junge Pflanzen und Exemplare, die noch viele weiche Triebe besitzen.

In vielen Regionen Deutschlands ist der richtige Zeitpunkt zwischen Ende September und Ende Oktober erreicht. In milden Lagen kannst du die Pflanzen häufig etwas länger draußen lassen, während in höheren oder kälteren Regionen bereits im September Frost drohen kann.

Orientiere dich an der Wettervorhersage und räume deine Geranien spätestens vor der ersten Frostnacht ein. Warte nicht darauf, dass die Pflanzen sichtbare Kälteschäden zeigen. Gesunde, frostfrei eingeräumte Geranien haben die besten Chancen, den Winter gut zu überstehen.

Geranien richtig überwintern: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Für die klassische Überwinterung bleiben die Geranien in einem Topf mit etwas Erde und verbringen die kalten Monate an einem kühlen, frostfreien Ort. Diese Methode ist unkompliziert und eignet sich sowohl für stehende als auch für hängende Sorten.

1. Geranien vor dem Überwintern zurückschneiden

Der Rückschnitt ist eine der wichtigsten Vorbereitungen. Während des Sommers bilden Geranien zahlreiche Triebe, Blätter und Blüten. Im Winterquartier benötigen sie diese nicht mehr in vollem Umfang. Durch das Einkürzen verbrauchen die Pflanzen weniger Wasser, nehmen weniger Platz ein und sind weniger anfällig für Fäulnis.

Gehe beim Rückschnitt folgendermaßen vor:

  1. Entferne zunächst sämtliche verblühten Blütenstände, Knospen und abgestorbenen Pflanzenteile.
  2. Kürze die Triebe mit einer sauberen, scharfen Gartenschere auf etwa 10 bis 15 Zentimeter ein.
  3. Lasse an den verbleibenden Trieben möglichst zwei bis drei verdickte Knoten beziehungsweise schlafende Augen stehen.
  4. Entferne bei einer kühlen, dunklen Überwinterung auch die meisten oder alle Blätter.
  5. Kontrolliere die Pflanze auf weiche, faulige oder beschädigte Stellen und schneide solche Bereiche heraus.

Bei einer hellen Überwinterung kannst du den Rückschnitt etwas weniger stark ausführen und gesundes Laub teilweise stehen lassen. Für eine dunkle Lagerung sollten die Geranien dagegen möglichst kompakt und weitgehend blattlos sein.

2. Geranien auf Schädlinge untersuchen

Bevor deine Geranien ins Haus kommen, solltest du sie sorgfältig kontrollieren. Besonders Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben können sich im Winterquartier ausbreiten.

Untersuche vor allem die Blattunterseiten, Triebspitzen und Verzweigungen. Befallene Pflanzenteile solltest du entfernen oder die Schädlinge gezielt behandeln. Entferne außerdem abgefallenes Laub und abgestorbene Blütenreste von der Erdoberfläche.

Auch Grauschimmel kann während der Überwinterung Probleme verursachen. Eine saubere Pflanze mit wenigen Blättern und guter Luftzirkulation ist deutlich weniger anfällig.

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3. Den passenden Standort wählen

Geranien überwintern am besten bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Sie halten dann weitgehend Winterruhe und benötigen nur wenig Wasser. Ein möglichst heller Standort ist dabei vorteilhaft.

Geeignete Winterquartiere sind beispielsweise:

  • Ein heller, ungeheizter Keller
  • Ein kühles Treppenhaus mit Fenster
  • Ein frostfrei gehaltener Wintergarten
  • Ein temperiertes Gewächshaus
  • Eine frostfreie Garage
  • Ein kühler Dachboden mit ausreichend Licht

Grundsätzlich gilt: Je wärmer der Standort ist, desto mehr Licht brauchen die Pflanzen. Bei niedrigen Temperaturen und einem kräftigen Rückschnitt ist auch eine dunklere Überwinterung möglich.

4. Geranien im Winter richtig gießen

Während der Winterruhe benötigen Geranien deutlich weniger Wasser als im Sommer. Die Pflanzen wachsen kaum und verdunsten nach dem Rückschnitt nur wenig Feuchtigkeit.

Kontrolliere das Substrat etwa alle zwei bis drei Wochen. Ist es weitgehend abgetrocknet, gib eine kleine Menge Wasser hinzu. Der Wurzelballen sollte nicht vollständig austrocknen, darf aber auch keinesfalls dauerhaft nass sein.

Zu häufiges Gießen ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass Geranien im Winter faulen. Besonders an dunklen und kühlen Standorten kann zu viel Feuchtigkeit schnell zu Wurzelschäden führen.

5. Im Winter nicht düngen

Geranien benötigen während ihrer Ruhephase keine zusätzlichen Nährstoffe. Stelle das Düngen bereits im Herbst ein, damit die Pflanzen ihr Wachstum rechtzeitig reduzieren können.

Erst wenn im Frühjahr neue Triebe erscheinen, kannst du wieder mit einer vorsichtigen Düngung beginnen. Bei frisch umgetopften Geranien solltest du zunächst berücksichtigen, ob die neue Erde bereits vorgedüngt ist.

Geranien überwintern im Topf: Die einfachste Methode

Wenn du genügend Platz hast, kannst du deine Geranien direkt in ihren bisherigen Töpfen überwintern. Das erspart das Ausgraben und schont die Wurzeln. Besonders bei einzelnen Pflanzen in kleineren Töpfen ist diese Methode praktisch.

Geranien im vorhandenen Topf lassen

Schneide die Pflanzen im Herbst zurück und entferne abgestorbene Blätter sowie alte Blütenstände. Kontrolliere anschließend die Erde. Ist sie sehr nass, lasse sie vor dem Einräumen etwas abtrocknen.

Stelle die Töpfe dicht nebeneinander an einen hellen, kühlen Standort. Achte darauf, dass die Gefäße über Abzugslöcher verfügen und sich kein Wasser in Untersetzern sammelt.

Während der Wintermonate musst du nur gelegentlich die Bodenfeuchtigkeit prüfen und die Pflanzen auf Schädlinge oder Fäulnis untersuchen.

Geranien in kleinere Töpfe umpflanzen

Wenn deine Geranien bislang in großen Pflanzgefäßen gewachsen sind, kannst du sie zum Überwintern in kleinere Töpfe setzen. Das spart Platz und erleichtert die Unterbringung.

Nimm die Pflanzen vorsichtig aus dem bisherigen Gefäß und entferne lose, überschüssige Erde. Achte darauf, möglichst viele gesunde Wurzeln zu erhalten.

Setze jede Geranie in einen passenden Topf mit einer lockeren, durchlässigen Erdmischung. Die Gefäße sollten ausreichend groß sein, damit die Wurzeln nicht stark zusammengedrückt werden. Nach dem Eintopfen wird nur mäßig gegossen.

Geranien im Blumenkasten überwintern

Auch Geranien in Balkonkästen können mitsamt ihrem Pflanzgefäß überwintern. Voraussetzung ist, dass die Kästen ins Winterquartier passen und die Pflanzen nicht mit frostempfindlichen Arten kombiniert sind, die andere Bedingungen benötigen.

Schneide die Geranien zurück und entferne welke Blätter. Stelle die Kästen anschließend an einen kühlen, frostfreien Platz. Durch das vergleichsweise große Erdvolumen trocknet das Substrat oft langsamer aus als in kleinen Töpfen.

Wenn du viele Balkonkästen besitzt, ist es häufig platzsparender, die einzelnen Geranien herauszunehmen und mehrere Pflanzen gemeinsam in ein kleineres Gefäß zu setzen.

Geranien draußen überwintern: Ist das möglich?

Die üblichen Balkon-Ger­anien können in Deutschland nicht zuverlässig draußen überwintern. Sie stammen aus warmen Regionen und vertragen keinen anhaltenden Frost. Ein geschützter Balkon oder eine überdachte Terrasse reicht deshalb während eines normalen mitteleuropäischen Winters nicht aus.

Selbst wenn du die Pflanzen mit Vlies, Jute oder Luftpolsterfolie umwickelst, können die Wurzeln bei längeren Frostperioden durchfrieren. Besonders gefährdet sind Geranien in kleinen Töpfen und Balkonkästen, da das geringe Erdvolumen schnell auskühlt.

Geranien auf dem Balkon überwintern

Auf einem offenen Balkon ist eine Überwinterung in der Regel nicht möglich. Auch an einer geschützten Hauswand können die Temperaturen über längere Zeit unter den Gefrierpunkt fallen.

Ein vollständig verglaster und frostfrei gehaltener Balkon kann dagegen als Winterquartier dienen. Entscheidend ist, dass dort auch in besonders kalten Nächten keine Minusgrade auftreten.

Verlasse dich nicht ausschließlich auf die Wärmeabstrahlung der Hauswand. Kontrolliere die Temperaturen mit einem Thermometer, das möglichst auch die niedrigste Nachttemperatur anzeigt.

Geranien im Garten überwintern

Hast du deine Pelargonien direkt ins Beet gepflanzt, musst du sie vor dem ersten Frost ausgraben und eintopfen.

Stich den Wurzelballen möglichst großzügig aus und entferne überschüssige Erde. Anschließend kannst du die Pflanzen zurückschneiden und in geeignete Töpfe setzen.

Anders verhält es sich bei winterharten Storchschnabel-Arten der Gattung Geranium. Diese können je nach Art und Sorte ganzjährig im Garten bleiben. Viele ziehen sich im Herbst oberirdisch zurück und treiben im Frühjahr wieder aus.

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Geranien im Keller überwintern: Hell oder dunkel?

Ein Keller gehört zu den beliebtesten Winterquartieren für Geranien. Allerdings ist nicht jeder Keller gleichermaßen geeignet. Neben der Temperatur spielt vor allem die Lichtversorgung eine wichtige Rolle.

Geranien im hellen Keller überwintern

Ein kühler Kellerraum mit Fenstern ist sehr gut geeignet. Bei etwa 5 bis 10 °C können Geranien weitgehend ruhen, ohne vollständig auf Licht verzichten zu müssen.

Schneide die Pflanzen im Herbst zurück und stelle die Töpfe möglichst nah ans Fenster. Kontrolliere regelmäßig die Erdfeuchtigkeit und lüfte gelegentlich, sofern die Außentemperaturen es zulassen.

Geranien dunkel überwintern

Wenn kein heller Raum verfügbar ist, kannst du Geranien auch dunkel überwintern. Dafür müssen sie allerdings kräftig zurückgeschnitten werden, sodass möglichst keine Blätter mehr vorhanden sind.

Der Standort sollte sehr kühl, aber zuverlässig frostfrei sein. Bei etwa 5 °C ist der Stoffwechsel stark reduziert. Die Pflanzen benötigen dann nur minimale Feuchtigkeit.

Eine dunkle Überwinterung ist grundsätzlich möglich, aber etwas störanfälliger als ein heller Standort. Besonders bei zu hohen Temperaturen bilden sich schwache, helle Triebe, die kaum lebensfähig sind.

Geranien ohne Erde überwintern: Platzsparende Alternativen

Wenn du zahlreiche Geranien besitzt und nur wenig Platz hast, kannst du die Pflanzen auch ohne ihre bisherigen Töpfe überwintern. Dafür gibt es verschiedene Methoden, die allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern.

Geranien in Zeitungspapier überwintern

Bei dieser Methode werden die Pflanzen nahezu vollständig von der Erde befreit und einzeln eingepackt.

  1. Grabe die Geranien vor dem ersten Frost vorsichtig aus oder nimm sie aus ihren Töpfen.
  2. Entferne lose Erde, ohne die gesunden Wurzeln unnötig zu beschädigen.
  3. Schneide die Triebe auf etwa 10 bis 15 Zentimeter zurück.
  4. Entferne Blüten, Knospen und Blätter.
  5. Wickle den Wurzelbereich locker in Zeitungspapier.
  6. Lagere die Pflanzen kühl, frostfrei und möglichst dunkel.

Die Wurzeln dürfen nicht vollständig austrocknen. Kontrolliere deshalb regelmäßig, ob das Papier trocken geworden ist, und feuchte den Wurzelbereich bei Bedarf vorsichtig an.

Die Pflanzen sollten nicht dauerhaft nass eingewickelt sein, da sonst Fäulnis droht.

Geranien kopfüber aufhängen

Eine traditionelle Methode besteht darin, stark zurückgeschnittene Geranien ohne Erde kopfüber aufzuhängen. Dafür werden die Pflanzen vorsichtig ausgegraben, weitgehend von Erde befreit und an einem kühlen, dunklen Ort aufgehängt.

Die Temperaturen sollten möglichst im Bereich von 5 bis 10 °C liegen. Ein trockener, aber nicht extrem lufttrockener Keller eignet sich dafür am besten.

Diese Methode funktioniert nicht bei jeder Pflanze gleich zuverlässig. Besonders dünne, schwache Geranien können austrocknen. Kräftige Exemplare mit gut entwickelten Wurzeln haben bessere Chancen.

Geranien als Stecklinge überwintern

Eine weitere Möglichkeit ist die Überwinterung von Stecklingen. Sie eignet sich besonders, wenn die Mutterpflanzen sehr groß geworden sind oder du eine bestimmte Sorte erhalten möchtest.

Schneide im Spätsommer oder frühen Herbst etwa 8 bis 12 Zentimeter lange, gesunde Triebspitzen ab. Entferne die unteren Blätter und stecke die Triebe in kleine Töpfe mit lockerer Anzuchterde.

Stelle die Stecklinge hell und zunächst etwas wärmer auf, bis sich Wurzeln gebildet haben. Anschließend können sie den Winter an einem hellen, kühlen, frostfreien Standort verbringen.

Stecklinge benötigen während der Bewurzelung mehr Aufmerksamkeit als ausgewachsene Geranien. Dafür beanspruchen sie deutlich weniger Platz und wachsen im Frühjahr oft schnell zu kräftigen Jungpflanzen heran.

Geranien in der Wohnung überwintern

Wenn dir weder Keller noch Wintergarten zur Verfügung stehen, kannst du Geranien auch in der Wohnung überwintern. Allerdings sind die Bedingungen in beheizten Wohnräumen nicht ideal.

Bei Temperaturen um 20 °C bleiben die Pflanzen relativ aktiv und benötigen viel Licht. Gerade im Winter reicht das natürliche Tageslicht dafür oft nicht aus. Die Folge sind lange, dünne Triebe und eine erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge.

Am besten eignet sich ein möglichst helles, wenig beheiztes Zimmer. Ein kühles Schlafzimmer, Gästezimmer oder Treppenhaus bietet meist bessere Voraussetzungen als das warme Wohnzimmer.

Geranien auf der Fensterbank überwintern

Ein heller Fensterplatz kann funktionieren, sofern die Pflanzen nicht unmittelbar über einem stark beheizten Heizkörper stehen. Besonders geeignet sind Fenster mit viel Tageslicht.

Schneide die Geranien im Herbst etwas zurück und kontrolliere sie während des Winters regelmäßig. Bei warmen Temperaturen benötigen sie mehr Wasser als im kühlen Keller. Trotzdem darf keine Staunässe entstehen.

Wenn sich lange, schwache Triebe entwickeln, kannst du diese im Frühjahr zurückschneiden. Eine Pflanzenlampe kann helfen, den Lichtmangel während der dunklen Monate auszugleichen.

Die häufigsten Fehler beim Überwintern von Geranien

Auch wenn Geranien vergleichsweise leicht zu überwintern sind, können ungünstige Bedingungen dazu führen, dass einzelne Pflanzen eingehen. Viele Probleme lassen sich anhand typischer Symptome erkennen.

Problem Mögliche Ursache Was hilft?
Triebe werden weich und faulen Zu viel Wasser, schlechte Belüftung Weniger gießen, faulige Teile entfernen
Blätter werden gelb Lichtmangel, Staunässe oder natürliche Alterung Standort und Bodenfeuchtigkeit kontrollieren
Triebe wachsen lang und dünn Zu warmer, dunkler Standort Heller und kühler stellen
Stängel trocknen vollständig aus Zu wenig Wasser oder sehr trockene Lagerung Wurzelballen regelmäßig kontrollieren
Grauer Schimmelbelag Hohe Luftfeuchtigkeit und abgestorbene Pflanzenteile Befallene Teile entfernen, besser lüften
Schädlinge an den Trieben Übersehener Befall vor dem Einräumen Pflanzen isolieren und gezielt behandeln
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Was tun, wenn die Geranien im Winter austreiben?

Entwickeln deine Geranien mitten im Winter neue Triebe, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass der Standort zu warm ist. Besonders bei wenig Licht entstehen dann lange, helle und schwache Triebe.

Wenn möglich, stelle die Pflanzen etwas kühler. Schwache Triebe kannst du zum Ende der Winterruhe entfernen. Dadurch wird der Austrieb im Frühjahr gleichmäßiger.

Vermeide es, das Wachstum durch zusätzliche Düngergaben anzuregen. Solange das Lichtangebot gering ist, entstehen dadurch meist keine kräftigen Triebe.

Woran erkennt man, ob eine Geranie noch lebt?

Nach einer dunklen Überwinterung sehen Geranien manchmal wenig ansprechend aus. Fehlende Blätter bedeuten aber nicht automatisch, dass die Pflanze abgestorben ist.

Prüfe vorsichtig die Stängel. Gesundes Gewebe ist innen meist hellgrün bis grünlich und besitzt noch eine gewisse Festigkeit. Vollständig abgestorbene Triebe sind dagegen braun, trocken und brüchig oder durch Fäulnis weich geworden.

Solange der Wurzelbereich gesund ist und lebende Knospen vorhanden sind, kann die Geranie im Frühjahr erneut austreiben.

Geranien nach dem Winter wieder zum Wachsen bringen

Ab Ende Februar oder März kannst du damit beginnen, deine überwinterten Geranien auf die neue Saison vorzubereiten. Mit zunehmender Tageslänge werden die Pflanzen langsam wieder aktiver.

Geranien im Frühjahr zurückschneiden

Kontrolliere die Pflanzen zunächst auf abgestorbene, vertrocknete oder faulige Triebe. Entferne diese mit einer sauberen Schere.

Wenn während des Winters lange, dünne Triebe entstanden sind, kannst du sie ebenfalls einkürzen. Dadurch entwickeln die Pflanzen einen kompakteren Wuchs und verzweigen sich besser.

Gesunde, kräftige Triebe sollten dabei erhalten bleiben. Ein erneuter radikaler Rückschnitt ist nicht notwendig, wenn die Geranien bereits im Herbst stark eingekürzt wurden.

Geranien umtopfen und wieder gießen

Wenn du deine Geranien während des Winters in kleinen Töpfen oder ohne Erde gelagert hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen.

Verwende frische, lockere und nährstoffreiche Blumenerde. Setze die Pflanzen so tief ein, dass die Wurzeln vollständig bedeckt sind, und drücke die Erde vorsichtig an.

Stelle die Töpfe anschließend an einen hellen Platz mit Temperaturen von etwa 15 bis 18 °C. Beginne mit mäßigen Wassergaben und erhöhe die Menge, sobald sich neue Blätter entwickeln.

Wenn die Pflanzen kräftig wachsen, kannst du sie wieder regelmäßig düngen.

Ab wann dürfen Geranien wieder nach draußen?

Geranien sollten erst dauerhaft ins Freie, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. In Deutschland ist das häufig ab Mitte Mai nach den Eisheiligen der Fall.

An warmen Frühlingstagen kannst du die Pflanzen aber schon vorher für einige Stunden nach draußen stellen. Hole sie abends wieder herein, wenn die Temperaturen stark sinken.

Gewöhne die Geranien außerdem langsam an direkte Sonneneinstrahlung. Nach mehreren Monaten im Haus können die Blätter bei einem abrupten Wechsel in die pralle Sonne Verbrennungen bekommen.

Stelle die Töpfe zunächst für einige Tage an einen hellen, halbschattigen Ort und erhöhe die Sonneneinstrahlung anschließend schrittweise.

Lohnt es sich, Geranien zu überwintern?

Geranien lassen sich mit vergleichsweise wenig Aufwand über mehrere Jahre kultivieren. Besonders bei großen, kräftigen Pflanzen oder seltenen Sorten lohnt sich die Überwinterung. Du sparst dir die jährliche Neuanschaffung und erhältst Pflanzen, die im Frühjahr bereits über ein gut entwickeltes Wurzelsystem verfügen.

Allerdings können ältere Geranien mit der Zeit verholzen und einen weniger kompakten Wuchs entwickeln. Durch regelmäßiges Zurückschneiden oder die Vermehrung über Stecklinge kannst du diesem Problem entgegenwirken.

Wenn du einen kühlen, frostfreien Platz hast, spricht wenig dagegen, deine Geranien mehrere Jahre zu behalten. Wichtig sind vor allem ein rechtzeitiger Rückschnitt, sparsame Wassergaben und ein langsamer Neustart im Frühjahr.

Häufig gestellte Fragen zur Überwinterung von Geranien

Kann man Geranien im Winter draußen lassen?
Nein, die üblichen Balkon-Ger­anien sind nicht winterhart. Sie müssen vor dem ersten Frost an einen frostfreien Standort gebracht werden. Winterharte Storchschnabel-Arten sind davon ausgenommen.
Wie überwintert man Geranien am besten im Topf?
Schneide die Triebe auf etwa 10 bis 15 Zentimeter zurück und stelle den Topf an einen hellen, frostfreien Ort mit ungefähr 5 bis 10 °C. Gieße während des Winters nur sehr sparsam.
Kann man Geranien in einem dunklen Keller überwintern?
Ja, wenn die Pflanzen stark zurückgeschnitten und weitgehend von Blättern befreit werden. Der Keller sollte kühl und frostfrei sein, möglichst bei etwa 5 °C. Noch zuverlässiger ist ein heller Standort.
Muss man Geranien vor dem Überwintern zurückschneiden?
Ein Rückschnitt ist sehr empfehlenswert. Kürze die Triebe auf etwa 10 bis 15 Zentimeter und entferne Blüten sowie abgestorbene Pflanzenteile. Das spart Platz und verringert die Gefahr von Fäulnis.
Wann holt man überwinterte Geranien wieder heraus?
Ab März kannst du die Pflanzen heller und wärmer stellen. Dauerhaft nach draußen dürfen sie meist ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Gewöhne sie schrittweise an die Sonne.
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  • Beitrags-Kategorie:Gartenwinter
  • Beitrag zuletzt geändert am:28. Oktober 2026